Cantorissimo Milano – 14. bis 19. April 2026
Eins vorweg: Es war ein grandioses Erlebnis!
Am Dienstagmorgen haben wir uns im HB Zürich getroffen, alle pünktlich!
Nach der Begrüssung durch Therese, die unsere Zugfahrt nach Mailand organisiert hatte, sind wir in den für uns reservierten Bahnwagen eingestiegen. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als klar war, dass die SBB die Mitglieder von zwei Chören(!) in einem «Ruhe-Abteil» platziert hatten. Getoppt wurde das noch durch drei Reisende mitten unter uns, die auf die strikte Einhaltung der Ruhe pochten. Es war klar, dass das nicht bei allen gut ankam und zu entsprechend spitzen Kommentaren führte …
Nach der sonst angenehmen Fahrt in Mailand angekommen, wurden wir von Miranda und Davide empfangen und in die Gruppen Fussgänger, U-Bahn und Taxi eingeteilt.
Die Fussgänger unter Führung von Miranda und die U-Bahn-Fahrer unter der Begleitung von Davide, kamen fast gleichzeitig beim Hotel an. Auf die Taxipassagiere mussten wir noch eine ganze Weile warten, der Taxifahrer fuhr zuerst zwei falsche Hotels an.
Beim Check-in im Hotel waren alle Zimmer schon bereit und so konnten wir diese früher als vorgesehen beziehen – ein Top-Service des tollen Hotels.
Für die hungrigen Reisenden war ein kleines, typisch italienisches Essen bereit.
Weiter ging es mit einem Begrüssungsapéro Riche, bei dem auch Mihaela und Krasimir dabei waren. Anschliessend erste Probe im Hotel.
Nach der Probe hatten wir Gelegenheit, Milano auf eigene Faust zu erleben und wenn gewünscht etwas zu essen.
Mittwochmorgen, nach dem üppigen Frühstücksbuffet im Hotel erlebten wir eine interessante Führung durch Milano mit Besuch der Mailänder Scala und dem Museum. Danach ging es weiter zum Castello Sforzesco, einem Wahrzeichen Mailands, dabei erfuhren wir interessantes zur Entstehungsgeschichte Mailands.
Anschliessend hatten wir Freizeit bis zur Probe um 17.00 Uhr im Hotel. Die Probe fand unter Mitwirkung von Mirko Guadagnini, Dirigent von «Intende Voci Chorus», dem Mailänder Chor, mit dem wir das Konzert am Samstag bestreiten würden. Es war für uns interessant die sehr unterschiedlichen Stile der beiden Dirigenten zu erleben.
Im Anschluss hatten wir ein gemeinsames Abendessen im Restaurant «Lobster & More» von Freunden von Miranda und Davide. Mit dabei waren unter anderen die Mutter und ein Cousin von Miranda, welcher Arzt und Musiker war und einige Lieder im Mailänder-Dialekt, zum Teil unter Mitwirkung von Miranda und ihrer Mutter zum Besten gab. Ein sehr schöner und berührender Moment.
Donnerstagmorgen, nach dem obligaten Frühstücksbuffet, stand für eine kleine Gruppe der Besuch des Mailänder Doms mit Besuch der Terrassen an, ein tolles Erlebnis. Um 13.30 Uhr ging es mit allen Teilnehmenden mit dem Besuch des Museo Cenacolo Vinciano weiter. Hier konnten wir das «Letzte Abendmahl» von Leonardo da Vinci bestaunen und bekamen interessante historische Einblicke in diese Zeit. In der anschliessenden freien Zeit hatten wir Gelegenheit individuell die Stadt zu geniessen und etwas zu Essen, bevor um 20.00 Uhr eine externe Probe zusammen mit «Intende Voci Chorus» im Auditorium Stefano Cerri stattfand. Ein interessantes Erlebnis zusammen zu singen, weil die Chöre nicht separat standen, sondern stimmenweise gemischt wurden.
Der Freitag versprach ziemlich streng zu werden. Nach dem Frühstück war um 10.00 Uhr wieder eine Probe mit Mirko angesagt, um 12.00 Uhr ein Apéro im Foyer des Hotels und nach etwas Freizeit am Nachmittag, fand eine zweite Probe um 17.00 Uhr im Hotel statt. Den Abschluss des Tages bildete eine Tour durch Mailand in einem historischen Tram, mit Apéro und feinem Mehrgängigem Abendessen während der Fahrt. Ein cooles Erlebnis der Extraklasse.
Am Samstag nach dem Frühstück hatten wir, bis zum Konzert in der Cappella dell’Istituto Maria Consolatrice am Abend, Freizeit.
Um 17.00 Uhr war Vorprobe und 19.30 Uhr begann unser Konzert. Die Anwesenden waren begeistert vom gelungenen musikalischen Mix. Speziell war der Einsatz von Krasimir mit seinem Alphorn, das die meisten nicht kannten. Auch die Stücke mit Krasimir an der Posaune und seinem Freund Stanislav an der Trompete, bekamen grossen Applaus und die Ordensschwestern sagten, sie hätten noch nie ein so schönes Konzert in ihrer Kapelle erlebt.
Anschliessend gingen wir gemeinsam zum Restaurant Terraferma wo wir erwartet wurden. Das Essen war sehr fein und sehr üppig. Dazwischen wurden noch Dankesreden gehalten und schliesslich haben wir uns vom Mailänder Chor verabschiedet und sind zu Fuss oder mit Taxi zurück zum Hotel, da um diese Zeit keine ÖV mehr fuhren.
Sonntag, Tag der Heimreise, leider. Viele wollen Mailand nochmals besuchen, weil es so schön war und noch viel zu entdecken gibt.
Nach der individuellen Anreise zum Bahnhof Milano Centrale haben wir uns gemeinsam auf die Rückfahrt gemacht, diesmal nicht einem «Ruhe-Abteil».
Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren von «Cantorissimo Milano 2026»; Miranda, Davide, Krasimir und Mihaela, die mit ihrem grossen Einsatz das tolle Erlebnis erst ermöglicht haben.
Philipp Bommeli




















